Frühpädagogik Studium

Frühpädagogik studieren - geht das? Na klar! Was du darüber wissen solltest und welche Hochschulen ein Frühpädagogik Studium anbieten, erfährst du hier.

Überblick

Kindererziehung findet nicht nur zuhause statt. Auch in der Kita, der Schule oder im Kinder- und Jugendzentrum, werden Kleinkindern und Kindern wichtige Werte vermittelt und sie werden in ihrem Lernprozess unterstützt. Daher sind Experten der Kindererziehung und Kinderpädagogik eine wichtige Unterstützung für Eltern und Kinder. Diese Experten nennt man Frühpädagogen. Sie erarbeiten Konzepte für die Früherziehung und Frühförderung. Dabei arbeiten sie mit Kindern bis 12 Jahren, dokumentieren und analysieren deren Bildungs- und Lernfortschritte. Sie helfen auch beim Übergang zwischen Kindergarten und Schule sowie bei der Krippeneingewöhnung.

Damit Frühpädagogen die notwendigen Kenntnisse und Qualifizierungen erhalten, ist ein Studium notwendig. Aber keine Sorge: Auch wenn es scheint, als würde es nur wenige Studiengänge der Frühpädagogik geben, so liegt das nur an den unterschiedlichen Bezeichnungen. Frühpädagogik wird als Studiengang nämlich auch „Bildung und Erziehung im Kindesalter“, „Kindheitspädagogik“ oder „Early Education“ genannt.

Wissenswert: Immer mehr erzieherische Berufe können studiert werden und sind nicht mehr nur durch eine Ausbildung zugänglich. Zum Beispiel kannst du Sonderpädagogik, Sozialpädagogik oder Kindheitspädagogik studieren.  

Das Frühpädagogik Studium im Überblick

Welche Studieninhalte gibt es?

Ein Frühpädagogik Studium bereitet angehende Frühpädagogen auf ihre Arbeit vor. Das Studium dauert in der Regel sechs bis sieben Semester und beinhaltet alle wichtigen Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Kommunikation. Da das Frühpädagogik Studium sehr praxisorientiert ist, werden neben den Vorlesungen und Seminaren auch Praktika oder Praxisprojekte absolviert. In den ersten zwei bis drei Semestern stehen die Grundlagen der Pädagogik, Kommunikation und Psychologie auf dem Lehrplan. Im weiteren Verlauf des Studiums kommen spezifischere Fächer hinzu, wie Prävention oder pädagogische Diagnostik. Dies sind Beispiele für Themen des Frühpädagogik Studiums:

  • Grundlagen der Entwicklungspsychologie von frühkindlicher Bildung
  • Einführung in Methoden der Sozialen Arbeit und Auseinandersetzung zum Umgang mit Kindeswohlgefährdung
  • Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Lernprozessen
  • Rechtliche Grundlagen
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Moderations- und Präsentationstechniken
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Verfahren der Sozialforschung
  • Erziehungspartnerschaft
  • Strukturen und rechtliche Bezüge des Sozial-, Bildungs- und Erziehungswesens
  • Geschlechtssensible Pädagogik
  • Religiöse Bildung und Werteerziehung in der Früh- und Kindheitspädagogik

Tipp: Je nach Studiengang kannst du zusätzlich zum Bachelor of Arts auch die staatliche Anerkennung als Kindheitspädagoge/in erlangen.

Voraussetzungen

Je nach Hochschule, werden unterschiedliche Voraussetzungen für ein Frühpädagogik Studium verlangt. Welche das sind erfährst du hier:

Bachelor

Die Voraussetzung für ein Bachelorstudium Frühpädagogik ist die Hochschulzugangsberechtigung. Das kann die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife sein. Wenn du kein Abitur gemacht hast, kannst du trotzdem ein Studium der Frühpädagogik beginnen. Dafür musst du allerdings eine Berufsausbildung und Berufserfahrung von drei Jahren in einem ähnlichen Fachbereich, zum Beispiel als Erzieher/in vorweisen können. 

Master

Um einen Master Frühpädagogik studieren zu können, benötigst du einen ersten akademischen Abschluss in einem ähnlichen Fachgebiet. Das kann zum Beispiel ein Studium Pädagogik oder ein Studium Erziehungswissenschaften sein. Dazu wird von manchen Hochschulen auch ein gewisses Maß an praktischen Erfahrungen verlangt. Praktika oder Berufserfahrung in einem pädagogischen Beruf können also von Vorteil sein. 

Persönliche Voraussetzungen

Als Frühpädagoge oder -pädagogin arbeitest du mit Kindern und Kleinkindern. Du musst also viel Geduld mitbringen und eine gut kommunizieren können. Du musst auf jedes Kind individuell eingehen können und brauchst für die Analyse und Dokumentation der Lernfortschritte eine gute Organisation.

Kosten

Die Kosten für ein Frühpädagogik Studium können zwischen 200 und 450 Euro im Monat liegen. Die Höhe der Kosten ist unter anderem abhängig von der Studienform. So kostet ein Fernstudium meist weniger als ein Vollzeitstudium. Das liegt daran, dass in einem Fernstudium weniger Kosten für die Hochschule entstehen und zum Beispiel Personal- und Materialkosten gespart werden können. Zusätzlich zu den Studiengebühren können auch Kosten wie eine Immatrikulationsgebühr oder Prüfungsgebühren kommen.

Die Kosten eines Studiums können dich monatlich sehr belasten, deshalb solltest du dich am besten auch über ein soziales Stipendium oder einen Studienkredit informieren. Hier gibt es mehr Informationen zu Kosten & Finanzierung.

Karriere

Nach dem erfolgreichen Frühpädagogik Studium kannst du in pädagogischen Einrichtungen und Verbänden arbeiten. Deine Jobchancen stehen gut, denn qualifizierte Mitarbeiter in Krippen, Kindergärten oder Forschungseinrichtungen werden dringend gesucht. Bei diesen Arbeitgebern kannst du Karriere machen:

  • Kindergarten, Vorschulen und Schulen
  • Integrative Bildungseinrichtungen
  • Jugend- und Sozialamt
  • Frühförderzentren
  • Sozialpädiatrische Zentren
  • Kliniken
  • Beratungsstellen
  • Familienzentren/Bildungsstätten

Gehalt

Als Frühpädagoge/in bekommst du zwischen 2.000 und 3.200 Euro im Monat. Wie hoch dein Gehalt aber tatsächlich sein wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen steigern deine Qualifikationen dein Monatsgehalt. Auch die Größe deines Unternehmens macht einen Unterschied, denn große Unternehmen zahlen in der Regel mehr. Doch auch das Bundesland entscheidet darüber, wie viel Geld du jeden Monat zu Verfügung hast. So verdienen Frühpädagogen im Hessen mit einem Durchschnitt von 2.812 Euro im Monat am meisten und in Mecklenburg-Vorpommern mit 1.878 Euro monatlich am wenigsten. Mehr Infos findest du unter Gehalt in soziale Berufen.

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