Bildungswissenschaften Studium

Lernen und Lehren verändern sich – vor allem in Zeiten der Digitalisierung. Was macht es mit den Menschen und welche Art des Lernens wird es in der Zukunft geben? Im Bildungswissenschaften Studium wirst du darauf vorbereitet, genau das herauszufinden.

Das Fach in Kürze

E-Learning, Online-Studiengänge und Blended Learning – Das Lernen und Lehren ist im Wandel. Besonders Flexibilität, ständige Abrufbarkeit von Lernmaterial und ortsunabhängiges Lernen sind immer wichtiger geworden. Doch das kann in einigen Jahren schon wieder ganz anders aussehen.

Als Bildungswissenschaftler analysierst du die verschiedenen Lehr- und Lernmethoden und entwickelst darauf aufbauend neue, effektive Methoden. Der Studiengang Bildungswissenschaften ist also eher auf Theorie ausgelegt. Dennoch bleibt die Praxis natürlich nicht auf der Strecke. Du kannst an Projekten mitarbeiten oder auch Praktika in einem bildungswissenschaftlichen Bereich machen.

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Du legst Wert auf Bildung in jeglicher Hinsicht? Dann bietet dir die SRH Hochschule für Gesundheit einen spannenden Studiengang, "Bildung und Förderung der Kindheit", an. Alle Details findest du im Infomaterial.

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Tipp: Wenn du einen Studiengang suchst, der den Schwerpunkt vor allem auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen legt, dann informiere dich am besten über ein Kindheitspädagogik Studium oder Sozialpädagogik Studium.

Alle Studiengänge und Infos zum Bildungswissenschaften Studium

Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Um ein Bildungswissenschaften Studium zu beginnen, musst du zunächst die Voraussetzungen dafür erfüllen. Dazu gehört die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Dein Fachabitur musst du allerdings in einem verwandten Bereich der Bildungswissenschaften gemacht haben und eine Studienberechtigung für ein Pädagogik Studium oder Erziehungswissenschaften Studium nachweisen können. Auch ein vergleichbarer Abschluss kann anerkannt werden.

Du hast kein Abitur? Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten auch ohne Abitur zu studieren. So bieten einige Hochschulen ein Probestudium oder eine Zugangsprüfung an. Wenn du sie bestehst, steht dir der Zugang zum Studium offen.

Tipp: Im Bildungswissenschaften Studium solltest du Englischkenntnisse mitbringen. Die Fachliteratur und manchmal sogar die Vorlesungen und Seminare sind häufig in englischer Sprache.

Persönliche Voraussetzungen

Du hast die formalen Voraussetzungen für ein Bildungswissenschaften Studium erfüllt? Dann hast du es fast geschafft, du solltest dir vorher noch eine wichtige Frage stellen: Passt das Studium eigentlich zu mir?

Jeder Mensch hat unterschiedliche Talente und Interessen. Daher solltest du bei der Wahl des Studiums auch überlegen, ob deine Fähigkeiten zu dem Studium passen. Denn diese Eigenschaften können dir während des Bildungswissenschaften Studiums und im Job Bildungswissenschaftler/in helfen. Und welche Fähigkeiten sind das? Hier findest du einige Beispiele:

  • Gute Organisation
  • Teamfähigkeit
  • Stressresistenz
  • Eigenverantwortliches Arbeiten
  • Selbstbewusstsein
  • Analytisches Denkvermögen

Studieninhalte

Wenn du dich für ein Bildungswissenschaften Studium entschieden hast, solltest du dir die Studieninhalte des gewünschten Studiengangs an verschiedenen Hochschulen ansehen. Das kannst du zum Beispiel auf der Webseite der Wunschhochschule und oft wird auch ein Curriculum zum Download angeboten. Da die Inhalte des Bildungswissenschaften Studium sich je nach Hochschule unterscheiden, können wir dir nur eine beispielhafte Übersicht geben. 

Typische Grundlagenfächer sind:

  • Pädagogik
  • Grundlagen der Organisationspädagogik
  • Erwachsenenbildung
  • Medienbildung
  • Interkulturelle Kommunikation und Konfliktforschung
  • Bildungssoziologie
  • Lehren und Lernen mit Medien
  • Erziehungswissenschaften
  • Psychologie
  • Sozialwissenschaften
  • Reflexion der erziehungswissenschaftlichen Theorie und Praxis
  • Erwachsenenbildung/Weiterbildung
  • Bildungs- und Sozialforschung
  • Analyse von Daten
  • Gesellschaftswissenschaften

Neben den thematischen Inhalten nimmst du auch noch andere Kompetenzen aus dem Studium mit. Denn du erwirbst Soft Skills wie Kommunikation, das professionelle Vortragen von Präsentationen und lernst den Umgang mit Stress.

Dauer & Verlauf

Das Bildungswissenschaften Studium dauert zwischen sechs und acht Semestern. Wie lang die Regelstudienzeit genau ist, kommt auf den Studiengang, aber auch auf die Studienform an. Im Fernstudium hast du zum Beispiel oft die Möglichkeiten, das Studium zu verkürzen oder zu verlängern, ganz nach deinem persönlichen Lerntempo. Studieren kannst du Bildungswissenschaften als Fernstudium, Vollzeitstudium oder auch Vollzeit auf Lehramt und als berufsbegleitendes Präsenzstudium.

Und wie läuft das Studium ab? In den ersten Semestern lernst du die Fächer der Bildungswissenschaften kennen und erarbeitest dir in Vorlesungen und Seminaren die Grundlagen. Ab dem vierten Semester kannst du Schwerpunkte wählen und setzt dich mit spezifischeren Themen wie Erwachsenenbildung oder Berufspädagogik auseinander. Auch die praktische Erfahrung kommt nicht zu kurz. Während des Studiums absolvierst du Praktika und arbeitest an Projekten mit.

Das Studium endet mit deiner Bachelor-Thesis und du erhältst den Titel „Bachelor of Arts“.

Kosten

Das Bildungswissenschaften Studium wird natürlich nicht kostenlos angeboten. Wie hoch die Kosten am Ende sind, kommt ganz auf den Anbieter an. Wenn du zum Beispiel dein Studium bei einem privaten Anbieter absolvieren möchtest, solltest du mit Kosten von bis zu 13.000 Euro für das gesamte Studium rechnen. Die hohen Kosten entstehen dadurch, dass private Hochschulen nicht staatlich gefördert werden und sich aus den Studiengebühren selbst finanzieren müssen. Auch Gebühren wie Immatrikulations- oder Prüfungsgebühren können anfallen.

Ein Vollzeitstudium an einer staatlichen Hochschule bietet dir einen großen Vorteil: Es fallen keine Studiengebühren an. So zahlst du meist 200 Euro bis 300 Euro pro Semester Semestergebühren und kommst am Ende je nachdem auf insgesamt 1.200 Euro bis 2.400 Euro.

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Kosten zu bewältigen? Hier findest du noch mehr Tipps und Informationen zu Kosten & Finanzierung und zum Stipendium.

Karriere

Das Bildungswissenschaften Studium ist perfekt für dich, aber du bist noch nicht sicher, in welche Richtung es nach dem Studium gehen soll? Dann helfen wir dir gerne weiter. Du kannst natürlich als Bildungswissenschaftler/in in der Forschung und in Bildungseinrichtungen arbeiten und auch eine Stelle in Schulen oder Beratungsstellen kommt infrage. Weitere Arbeitsfelder sind zum Beispiel:

  • Medienagenturen und Softwarefirmen für Bildungsangebote
  • Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung
  • Jugend- und Erwachsenenbildung
  • Unternehmensberatung
  • Volkshochschulen
  • Stiftungen
  • Interkulturelle Bildungseinrichtungen

Aber heißt der Beruf dann noch Bildungswissenschaftler/in? In der Regel gibt es nur selten einen Job, der die Bezeichnung Bildungswissenschaftler/in trägt. Dafür bist du für verschiedene soziale Berufe qualifiziert. Hier einige Beispiele:

  • Berufsberater/in
  • Erziehungswissenschaftler/in
  • Pädagoge/in
  • Bildungsforscher/in
  • Familienberater/in
  • Sozialpädagoge/in

Gehalt

Mit einem Bachelor in Bildungswissenschaften verdienst du bereits zum Einstieg zwischen 1.800 und 2.500 Euro brutto im Monat. Allerdings gibt es große Unterschiede, je nachdem in welchem Beruf du nach dem Studium arbeitest. Als Pädagoge/in verdienst du zum Beispiel im Durchschnitt 2.600 Euro brutto im Monat. Wenn du in eine leitende Stelle aufsteigst, kannst du sogar bis zu 5.600 Euro brutto im Monat verdienen.

Tipp: Mit einem Master in Bildungswissenschaften verdienst du bis zu 400 Euro brutto mehr. Auch deine Chancen auf einen lukrativen Job sind höher, denn du hast dich im Studium auf einen Fachbereich spezialisiert und bist ein gefragter Experte bzw. eine gefragte Expertin.

Entscheidend für die Höhe deines Gehalts sind jedoch auch noch andere Faktoren. Hier eine kleine Übersicht:

Unternehmensstandort

Schon innerhalb von Städten kann es große Schwankungen des Gehalts geben. Besonders markant ist jedoch der Unterschied zwischen den Bundesländern. In der Regel verdienst du im Westen mehr als in den östlichen Bundesländern und in Bayern liegt der Verdienst meist an der oberen Gehaltsgrenze.

Unternehmensgröße

Kleine Unternehmen brauchen jeden Cent und zahlen deshalb in der Regel auch  kleinere Gehälter. Je größer und erfolgreicher das Unternehmen, desto mehr verdienst du – in der Regel.

Eigene Qualifikationen

Natürlich wirkt sich dein Können auf dein Gehalt aus. Wenn du viele Jahre Berufserfahrung und zusätzlich Weiterbildungen absolviert hast, steigt dein Einkommen mit der Zeit an.

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